IEEE ARM 2026 in Paris, Frankreich

30.07.2026

Für das PLCM ging es im Juli nach Frankreich, um an der 11. IEEE International Conference on Advanced Robotics and Mechatronics (IEEE ARM 2026) teilzunehmen. Adrian Reuther und Christian Plesker vertraten das Fachgebiet auf der vom 21. bis zum 23. Juli 2026 an der Université Évry Paris-Saclay in Évry bei Paris ausgerichteten Konferenz. Das PLCM war dort mit zwei Veröffentlichungen aus den Bereichen der flexiblen Roboterprogrammierung und der datenbasierten Kollisionserkennung vertreten.

Die Veröffentlichung „Hardware-Independent OPC UA-Based Teach-In for Industrial Cobots“ von Adrian Reuther, Niklas Bönisch, Philipp Liehr und Benjamin Schleich stellt ein hardwareunabhängiges Konzept für das intuitive Teach-In von Industrierobotern vor. Aufgezeichnete Roboterpfade werden über OPC UA mit atomaren Fähigkeiten verknüpft und zu wiederverwendbaren, ausführbaren Roboteraufgaben kombiniert. Der Ansatz soll Abhängigkeiten von herstellerspezifischen Programmierschnittstellen reduzieren und die Programmierung sowie Rekonfiguration unterschiedlicher Industrieroboter vereinfachen.

In der Veröffentlichung „Validation of Autoencoders for Collision Detection of Articulated Robots Using Time Series Data of Motor Currents“ von Christian Plesker, Jonas Voges, Justus Rein und Benjamin Schleich wird der Einsatz von Autoencodern zur Kollisionserkennung bei Knickarmrobotern untersucht. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Kollisionen ausschließlich anhand von Zeitreihendaten der Motorströme in den Robotergelenken und ohne zusätzliches Domänenwissen erkannt werden können. Hierzu wurden im Rahmen einer umfangreichen Parametersuche unterschiedliche Autoencoder-Konfigurationen hinsichtlich ihrer Rekonstruktions- und Detektionsleistung analysiert. Zusätzlich wurde untersucht, welchen Einfluss die jeweiligen Hyperparameter auf die zuverlässige Erkennung von Kollisionen haben.

Die beiden Beiträge adressieren damit komplementäre Herausforderungen moderner industrieller Robotersysteme: die flexible und herstellerunabhängige Programmierung neuer Roboteraufgaben sowie die datenbasierte Überwachung des Roboterbetriebs. Die Konferenz bot darüber hinaus die Gelegenheit zum internationalen Austausch über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Robotik, Mechatronik und industrielle Automatisierung.